TI?

Unsere Patienten kennen uns als Ärzte, die stets mit der Zeit gegangen sind, wenn es darum ging, die Vorzüge von Computern für einen optimalen Praxisablauf zu nutzen.

Wir sind seit über 5 Jahren eine „papierlose“ Praxis und alle Informationen werden seitdem digital in unserem Praxisnetzwerk gespeichert.

 

Aus den Medien konnten Sie entnehmen, dass durch die elektronische Vernetzung von Praxen, Versicherungen und Universitäten ein großer Datenpool gebildet werden soll um Ihre Krankendaten zu Forschungs- und Versorgungszwecken nutzen zu können.

So sinnvoll diese Vorstellung vielleicht auch ist, sind doch wesentliche Aspekte dieses Vorhabens ungeklärt.

So werden in den USA durchschnittlich 30 Millionen Krankendatensätze pro Jahr gehackt. In Norwegen wurden bereits 3 Millionen Gesundheitsdatensätze (ca. 60% der Bevölkerung) nachweislich gestohlen.

Zwar drängen die Bundesregierung, die Industrie und die Krankenkassen trotzdem vehement auf eine Beschleunigung der Digitalisierung in der Medizin und setzen uns Ärzte unter Honorarstrafe, wenn wir die Bedingungen hierzu (Telematik-Infrastruktur) nicht erfüllen.

Juristisch ungeklärt ist jedoch die Verantwortlichkeit für den Fall eines Datendiebstahls.

Solange wir dafür in der Pflicht stehen, übernehmen wir auch die Verantwortung, denn das Versprechen in unsere Verschwiegenheit ist nicht nur essentielle Voraussetzung für eine vertrauensvolle Behandlung, sondern auch bei Nicht-Einhaltung ein Straftatbestand nach §203 StGb, der nachvollziehbar mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Da es im ärztlichen Alltag viele Diagnosen gibt, deren Bekanntwerden für die Betroffenen negative soziale oder finanzielle Auswirkungen haben könnte, möchten wir, solange es möglich ist, Ihre Datensätze vor fremdem, unerlaubtem Zugriff schützen.

 

Wir müssen leider davon ausgehen, dass in wenigen Jahren auch viele Millionen Krankendatensätze deutscher Patienten gehackt werden könnten und veröffentlicht werden und wollen dieses nicht.

Wir werden daher auf den TI-Anschluß verzichten und den gesetzlich verankerten Honorarabzug dafür in Kauf nehmen, solange die grundlegende Abwägung einander entgegenstehender Rechtsvorschriften nicht eindeutig geklärt ist und weitgehende Maßnahmen zum Schutz Ihrer Daten nicht eingerichtet wurden.

 

Wir sollten weiterhin alle Vorzüge der Digitalisierung in der Medizin nutzen, vielleicht auch langfristig die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz ausbauen, möchten aber auf diesem Weg die handelnden politischen Akteure ermutigen, klare Regelungen zur Verantwortlichkeit und zur Organisation zu treffen.

Die erfolgreichen elektronischen Angriffe auf staatliche Netzwerke der Bundesverwaltung und des Bundestages sind noch in guter Erinnerung.

 

Informieren Sie sich gerne auf unseren nachfolgend aufgeführten Homepages weiter zu dieser Thematik:

 

www.aktion-datenschutz-in-deutschen-praxen.de

www.offline-praxen.de.

Hier finden Sie einen Blog-Beitrag von Dr. Rudolph auf den Seiten des Medi-Verbundes Baden-Württemberg:

blog.medi-verbund.de/2019/04/dr-rudolph-patienten-datenunsicherheit

Weitere Hintergründe finden Sie u.a. auch unter:

www.freiheit-fuer-ein-prozent.de

www.ti-frei.de

www.freie-aerzteschaft.de

www.medi-verbund.de.

 

Dr. med. Carsten Behrendt

Dr.RaykPriebe

 

 

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